Herzlich Willkommen auf der Seite der Beschreibungen der Bäume im historischen Poensgen Park!

Diese Seite ist in der Bearbeitung und im Test. Ziel ist es, zumindest die markantesten Pflanzungen des Poensgen Park zu beschreiben und den Besuchern über das Web zugänglich zu machen.

 

1. Atlas-Zeder

Deutscher Name: Atlas-Zeder 

Botanischer Name: Cedrus atlantica

Familie:  Kieferngewächse (Pinaceae)

Gattung:  Zedern (Cedrus))

Standort im Park:   N xx.yyyy°, E n.mmmm°

Pflanzung im Park:  ?????

Lebensraum:

Die Heimat der Atlas-Zeder ist das nordafrikanische Atlas- und Rif-Gebirge, wobei kein Vorkommen im ariden Antiatlas-Gebirge bekannt ist. In Höhenlagen zwischen 1000 und 1800 Meter bildet sie Reinbestände oder ist vergesellschaftet mit der Numidischen Tanne oder verschiedenen Kiefernarten. Sie wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorwiegend im milden Klima Südeuropas als Zierbaum angepflanzt, seit dem späten 20. Jahrhundert werden Atlas-Zedern auch für die forstliche Nutzung vor allem im französischen Luberon und auf Korsika eingesetzt. Die Atlas-Zeder gedeiht aber auch in den geschützten Lagen Mitteleuropas (BodenseeRheinlandRügen). Die Atlas-Zeder wird als Blauform (Cedrus atlantica 'Glauca'), die als etwas winterhärter gilt, auch in klimatisch weniger begünstigten Lagen gepflanzt.

Nutzung:

Wahrscheinlich wurde das Holz der Atlas-Zedern bereits in der phönizisch-römischen Antike genutzt. Im Mittelalter fertigte man aus dem Stammholz Balken für die Decken und Türen von Sakral- und Repräsentationsbauten (MoscheenMedersen, Mausoleen und Paläste); die hölzernen Dekorpaneele der merinidischen Medersen sind ebenfalls aus dem Holz der Atlas-Zeder geschnitzt. Einige der ca. 800 Jahre alten Hölzer sind noch original erhalten, andere wurden ausgetauscht.

Besonderheiten:

Zedernholz bzw. Zedernöl verströmt einen angenehm herben Duft, der dem von Sandelholz nicht unähnlich ist. Zedernöl war wohl schon im Altertum beliebt und wird heute von Parfümherstellern in aller Welt sehr geschätzt.

Die Atlas-Zeder wurde im Jahr 2013 in die Rote Liste gefährdeter Pflanzenarten aufgenommen.

Alter:

Atlas-Zedern können bis 900 Jahre alt werden. 

Biologie:

Habitus:

Die Atlas-Zeder ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 40 Meter und Stammdurchmesser von 200 Zentimetern erreicht. Der Wuchs von Atlas-Zedern ist oft sehr individuell, sowohl bei der reinen Art, als auch bei den Gartenformen, so dass eine Bestimmung aufgrund des Erscheinungsbildes – insbesondere bei älteren Zedern – sehr schwierig ist. 

Baumkrone:

In der Jugend locker-kegelförmig mit aufrechten Gipfeltrieb. Im Alter unregelmäßige Krone, oft mehrstämmig. Äste unregelmäßig und steil aufwärts wachsend. 

Rinde/Borke:

Die Borke ist bei jungen Bäumen grau und glatt, bei älteren Atlas-Zedern-Stämmen ist sie schuppig, etwas rissig und dunkel- bis schwarzgrau. Die Rinde der nicht hängenden Zweige ist dicht behaart und gelblich.

Nadeln:

Die Nadeln der Atlas-Zeder sind 1,5 bis 2,5 cm lang, 1 bis 1,2 mm breit an Kurztrieben zu 10 bis 30 gebüschelt, an Langtrieben vereinzelt wachsend, steif und spitz, bläulich-grün, etwa gleich lang.

Blüten:

Die Atlas-Zeder ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blühfähigkeit der Atlas-Zeder beginnt mit 25 bis 30 Jahren. 

Früchte:

Die Zapfen wachsen aufrecht an Kurztrieben. Männliche Zapfen sind blassgelb, zylindrisch, 3 bis 5 cm lang. Weibliche Zapfen sind unscheinbar, grün bis rötlich, 1 cm lang, eiförmig. Die Samenschuppen sind etwa 3,5 cm breit.

Bei Reife weisen die Zapfen eine Länge von 5 bis 7,5 cm und einen Durchmesser von bis zu 4 cm auf; sie sind tonnenförmig, mit flacher oder eingedellter Spitze. Im ersten Jahr sind sie hellgrün, im zweiten hellbraun, aufrechtstehend. Nach der Reife (Reifezeit 2 bis 3 Jahre) zerfällt der Zapfen am Baum, wobei die verholzte Spindel stehen bleibt.

Die Samen sind 1 bis 1,2 cm lang, mit 1,2 bis 1,5 cm langem Flügel; sie keimen leicht.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Atlas-Zeder